Über uns

copyright Robert Kneschke

Der Verein – Entstehung und Absichten

Ende 2015 kamen sehr viele Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland – jede*r von uns kann sich sicher an die dramatischen Bilder erinnern. Viele deutsche Menschen waren hilfsbereit und packten an, um die Menschen unterzubringen und zu versorgen.

Jetzt – ca. 5 Jahre später – ist die Situation scheinbar sehr viel besser. Einige Migrantinnen haben Jobs oder sogar eine Arbeitsstelle, sie wandern langsam aus den Erstunterbringungen in Wohnungen und entschwinden in die „Normalität“. Die Helferinnen der ersten Stunde haben teils ermattet aufgegeben oder schlagen sich wacker alleine. Viel Wissen hat sich in vielen Köpfen angesammelt und droht veloren zu gehen, die Hilfe und Unterstützung der Migrantinn*en findet nur noch individuell, auf Freundschaftsebene, nicht mehr organisiert, statt.

Etliche Probleme sind aber geblieben:

  • Nach wie vor ist das Erlernen der deutschen Sprache eines der wichtigsten ungelösten Probleme für viele Migranten. Wer noch auf die Anerkennung wartet oder nur eine Duldung hat, findet keinen Zugang zu ordentlichen Deutschkursen. Auch Mütter mit Kindern fallen aus dem Kursraster sehr oft heraus.
  • Bezahlbarer Wohnraum ist insgesamt extrem knapp. Die Vermieter haben eine Rangliste im Kopf: deutscher Akademiker – deutscher Einfachverdiener – Familie – Hartz IV Empfänger – Migrant – dunkler Migrant. Selbst Familien mit einkömmlicher fester Arbeit finden jahrelang keine Wohnung und leben immer noch mit mehren Kindern in einem Raum in der Flüchtlingsunterkunft – häufig ohne eigenes Bad oder eigene Küche.
  • Schule, Ausbildung, Studium, Anerkennung von ausländischen Arbeitsdokumenten usw. sind nach wie vor nicht einfach zu lösen.
  • Was ist Demokratie, wie fülle ich sie mit Leben – auch das will gelernt sein. Da sind Begegnungen und Gespräche mit hiesigen Menschen sehr wichtig (Anm.: auch uns Deutschen bekommt die Besinnung auf unser Grundgesetz … )

Das alles hat uns dazu gebracht, den Verein zu gründen.

REGIONAL – KOMMUNIKATION – INTEGRATION – BILDUNG

das sind die wichtigsten Bausteine, mit denen wir uns nach unseren Kräften auseinandersetzen wollen. So entstand der Name HEIKIB. Die Präambel und die Satzung des Vereins haben diese Absichten ausformuliert.

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